Rückblick über die StudiVZ-Krise

20 12 2007

Es ist mittlerweile kanpp eine Woche her, nachdem StudiVZ die neuen AGBs per E-Mail verschickt hat. Seitdem hat sich eine ganze Menge getan im sozialen Netz.

Nachdem im Netzwerk selber wie auch außerhalb eine Welle der Empörung über dem Holtzbrick-Unternehmen hereingebrochen ist, rudert das Portal zurück. So wolle das Unternehmen niemals Nutzerdaten verkaufen, Mitglieder SMS zu schicken oder Daten nach Ausscheiden auf dem Netzwerk behalten.

Grund für das Vorgehen von StudiVZ dürfte schlicht fehlende erwirtschaftete Gewinn und die hohen Kosten des Portals sein.

SchnüffelVZ oder StasiVZ, die Wahrnehmung der StudiVZ-Nutzer ist zumindest noch nicht ganz ahnungslos. Doch weiterhin bleibt die Frage unbeantwortet, was mit einmal im Internet publizierten Daten passiert. StudiVZ hat bewiesen, dass es bereit ist, die Personen-Daten seiner Mitglieder für Werbezwecke ohne Skrupel zu nutzen. Die Frage ist nun nicht mehr ob, sondern wann StudiVZ mit den neuen AGBs Ernst macht.

Mittlerweile erhalten die Förderer von StudiVZ, die Samwer-Brüder, von der Zeitschrift W&V zu den wichtigsten Managern der Kommunikationsbranche in Deutschland gewählt.

Ressourcen:

  • Heise Online
  1. http://www.heise.de/newsticker/meldung/100579
  2. http://www.heise.de/newsticker/meldung/100621
  3. http://www.heise.de/newsticker/meldung/100642
  4. http://www.heise.de/newsticker/meldung/100794
  • Spiegel Online
  1. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,523286,00.html
  2. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,523413,00.html
  3. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,523564,00.html
  4. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,523906,00.html
  • Süddeutsche.de
  1. http://www.sueddeutsche.de/computer/artikel/627/148277/
  2. http://www.sueddeutsche.de/computer/artikel/810/148458/
  3. http://www.sueddeutsche.de/computer/artikel/890/148537/




Wie sicher sind persönliche Daten im digitalen Zeitalter?

18 12 2007

Diese Frage stellt sich immer wieder, nachdem in Großbritannien schon zwei Mal (einmal Kindergeld-Empfänger und jetzt Fahrschüler) und auch in Japan „Pannen“ beim Umgang mit persönlichen Daten mehrerer Millionen Staatsbürger sich ereignet haben.

Die Gründe für die Pannen sind vielfältig: Ob fehlerhaft Programmierte Verwaltungs-Software oder wenn Datenträger „einfach mal verloren gehen“, die Frage für jeden Einzelnen stellt sich doch immer wieder: Sind meine Daten überhaupt sicher?

Es sind noch weitere Ursachen für den Datenverlust denkbar. So sind die Sicherheits-Vorkehrungen (auch in deutschen) Behören eher bescheiden. Dies zeigen vermutete Hacker-Angriffe von China auf deutsche Regierungs-Einrichtungen.

In Zeiten von StudiVZ, MySpace und Co. scheint die Sorglosigkeit beim Umgang privater Informationen abhanden gekommen zu sein. Wir sind jedoch nur noch einen Mausklick vom totalen Daten-GAU entfernt.